EL

Beschreibung

EL, die äußere Oberfläche der Kugel, ist eine Bund-Gemeinschaft von männlichen Konquistadoren. Das horizontale Plateau ist eine blutrünstige, graue Landschaft aus Eisen und Metall. Ihre Tal-Landschaft ist ein Meer aus grauen Kieselsteinen. Das Patriarchat beherrscht ihre Weltordnung. Ihre Glaubenswelt ist von dem Eroberungskult besessen. Der Überfall ist ihre Landwirtschaft. Quadratenbündnisse von Konquistadoren suchen nach dem Urquadraten des Urvaters. Sie bekämpfen die Vertiefung. Sie vergöttern die Ordnung der Faust, Symbol ihrer Stärke und Bewahrer ihrer Urahnen. Jeder Zweifel führt zum Chaos und muss unwiderruflich vernichtet werden. Jedes Sakrileg wird mit dem Tode bestraft. Nur durch die Macht der Zerstörung bezwingt der Mensch seine Menschwerdung und seine nostalgische Sehnsucht nach der Begierde.

 

Kommentar

„Der Prologue verbildlicht die Trostlosigkeit und die Bedrohung der Welt EL. Dieser Song wurde von Franco Rouvinet und Günter Kern komponiert und erinnert an die Anfangszeiten und an die experimentelle Ader von Crépuscule“.

„Die Farbe Rot dominiert nun die graphische Gestaltung und drückt das Innenleben des Helden nach außen. Zerstörung und Verzweiflung beherrschen das moralische Dilemma des Protagonisten. Die eigene moralische Instanz und die eigene Idealvorstellung sind Themen des nächsten Schrittes zum Erwachsensein. Le Tribunal betont die innere Verurteilung der Begierde. Das musikalische Grundgerüst hat Thomas Geiger mitgebracht.“

„In den Songs Après un dernier pas und Jugement kommen die progressiven und psychedelischen Wurzeln wieder zum Tragen. Prisonnier haben wir schon auf unsere unplugged Mini-Cd Signe de vie aufgenommen. Damals arbeiteten wir schon an dem Hymne à la vie -Werk ... und nach langer Pause und Besetzungswechsel in der Band war ein Studioaufenthalt beim Andres Schorpp von Nöten. So auch der Titel der Mini-CD: „Lebenszeichen“.

Je revole vereint viele musikalische Einflüsse und ist für uns ein Konglomerat von Crépuscule. Dem psychedelischen Ambient Aufbau folgt atmosphärischer Artrock und endet in progressivem melodischem Rock. Der Text beschreibt das Innehalten, die Selbstreflexion, die Verzweiflung gepaart mit Hoffnung. Themen, die in unserer musikalischen Geschichte immer wieder zu erkennen sind.“

La mort de l’irréel beendet die eigentliche Erzählung. Um die Realität anzunehmen muss man die Fantasie des Irrealen annehmen. Diese Erzählung von Tahayis ist somit das Übergangsritual, um die Vereinigung der Welten zu erleichtern. Günter Kern komponierte den musikalischen Cocktail, den unser Held gierig austrank.“

L’Hymne à la vie (Part 18) wurde von Thomas Geiger arrangiert und wiederholt zum Teil musikalische Grundthemen der vorherigen Songs. Sie beschreibt das Fazit und die Auflösung der Erzählung. Der Schluss-Popsong Lümne wurde von Alfred Kistner (der einzige E-Gitarrist in der Geschichte von Crépuscule) geschrieben, der leider am Ende der Studio-Aufnahmen die Gruppe verlassen hat.“

„Der Grund, warum der letzte Hauptteil Real’eau heißt, wird erst in dem Folgewerk, an dem Vìrr zur Zeit arbeiten, gelüftet.“

 

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